Bitter: Rocks im Cup erst nach Verlängerung out!

Quelle: basketballaustria.at

Ein unglaublicher erster Tag im Basketball Austria Cup geht zu Ende. Von vier Erstrunden-Spielen, die heute über die Bühne gegangen sind, gingen gleich drei in die Verlängerung. Dort setzte sich die Güssing/Jennersdorf Blackbirds, die Raiffeisen Dornbirn Lions und die Wörthersee Piraten durch. Das vierte Spiel entschieden die Mistelbach Mustangs für sich, die einen unglaublichen Comeback-Sieg gegen Fürstenfeld feierten. Donnerstag und Freitag wird die erste Cup-Runde mit jeweils einer Partie abgeschlossen.

Güssing/Jennersdorf Blackbirds vs. BK Mattersburg Rocks 69:62 n.V. (10:18, 27:31, 45:50, 62:62)Mittwoch, 19.30 Uhr – Aktivpark Güssing

Dass Gerry Ware körperlich fast jedem Spieler in der B2L überlegen ist, zeigte der US-Boy auch zu Beginn des Erstrunden-Schlagers gegen Güssing. Immer wieder suchten die Rocks ihren Center, der unter dem Korb abschloss oder Löcher aufriss. Weil auf der Gegenseite Sebastian Koch zunächst offensiv Alleinunterhalter war, dominierte Mattersburg die Anfangsphase. Erst mit der Hereinnahme von Marko Moric kamen die Gastgeber etwas besser ins Spiel, dass sie durch ihre gewohnte intensive Defense offenhalten konnten.  

Weil sich die Rocks auf den Defensiv-Fight einließen entwickelte sich ein echtes Low-Score-Game, das einem „Do-or-die“-Spiel alle Ehre machte. Beide Teams mussten sich jeden einzelnen Punk hart erkämpfen. Dennoch waren es die Gäste aus Mattersburg, die permanent in Führung lagen und dem Aufstieg zusteuerten. Fünf Minuten vor Schluss stellte Claudio Vancura auf 57:47, ehe der Faden der Gäste komplett riss. Angetrieben vom Publikum kämpfte sich Güssing zurück. Als Sebastian Koch 45 Sekunden vor Schluss per Dreier die Führung herstellte, stand der Aktivpark endgültig Kopf. Jan Nicoli rettete die Rocks zwar noch in die Verlängerung, dort zeigten die Blackbirds aber eine nahezu perfekte Verteidigungsleistung. Mattersburg erzielte in der gesamten Overtime keinen Korb mehr, so zog Güssing mit einem 69:62-Erfolg in die nächste Runde ein.

Sebastian Koch, Spieler Blackbirds: „Es war heut von Anfang an die erwartet schwere Partie, wir haben eigentlich über dreieinhalb Viertel nie zu unserem Spiel gefunden. Zum Schluss hat die Defense dann endlich funktioniert, vorne haben wir die Big-Plays gemacht und in der Verlängerung war das Glück auf unserer Seite.“

Christoph Astl, Spieler Blackbirds: „Ein hartes Spiel, hätte auch anders ausgehen können. Aber unsere Defense war wirklich hervorragend und durch unsere Fans haben wir am Schluss noch einmal die Energie gehabt, dass wir das Spiel umdrehen.“

James Williams, Head Coach Rocks: „Ich glaube, Güssing hat großartige Defense gespielt. Wir hatten zwar die Chance, das Spiel zu gewinnen, aber sie haben am Ende wirklich gut verteidigt.“

Claudio Vancura, Spieler Rocks: „Das war eine starke erste Halbzeit von uns, nach der Pause haben wir leider ein bisschen nachgelassen. In der Overtime haben dann die Glücklicheren gewonnen.“

COLDAMARIS BBC Nord Dragonz vs. Wörthersee Piraten 100:113 n.V. (23:23, 48:43, 74:61, 91:91)Mittwoch, 19 Uhr – Allsportzentrum Eisenstadt

In Eisenstadt erwischten die Dragonz den besseren Start, was Goran Jovanovic nach nicht einmal vier Minuten einem 10:0-Run der Gastgeber zum ersten Timeout zwang. So weckte der Piraten-Coach sein Team auf. Immer wieder suchte Wörthersee den Weg unter den Korb, wo sie den Rückstand Punkt für Punkt verkürzten – und bis zur ersten Viertelpause sogar ausglichen. Zwei schwierige Dreier von Felix Leindecker verschafften dem BBC Nord wieder etwas Luft. Genau jene Luft, die sie auch zur Pause (48:43) noch zwischen sich und den Kärntnern hatten. 

Doch die Eisenstädter blieben nach der Pause am Drücker. Vor allem mit dem perfekt regieführenden Petar Cosic hatte die Piraten-Defense ihre Probleme. Immer wieder setzte der Pointguard seine Mitspieler perfekt in Szene. So wuchs die Führung der Dragonz nach und nach auf bis zu 13 Punkte an. Doch Christof Gspandl und Co. gaben nicht auf und retteten sich mit einer kämpferischen Top-Leistung in einem großartigen Schlussviertel in die Verlängerung, in der sie plötzlich komplett das Ruder übernahmen und so einen 113:110 Comeback-Sieg einfuhren.

Lukas Knor, Spieler BBC Nord: „Nachdem wir gesehen haben, dass wir eigentlich auch um zehn Punkte gewinnen hätten können, ist die Enttäuschung über die Niederlage jetzt doch sehr groß.“ 

Roland Knor, Obmann BBC Nord: „Schade, dass wir das Spiel in den letzten Minuten aus der Hand gegeben haben. Es wäre mehr möglich gewesen. In der Verlängerung war dann offensichtlich, ob der Enttäuschung den Sack nicht zugemacht zu haben, die Fehlerquote zu groß. Wörthersee hatte dann das glücklichere Händchen und hat verdient gewonnen.“

Goran Jovanovic, Head Coach Wörthersee: „Danke an die Dragonz, sie haben heute sehr fair gespielt. Wir hatten etwas Glück beim heutigen Sieg, weil uns doch einige Spieler gefehlt haben. Aber ich bin sehr glücklich über den Aufstieg.“

Andreas Kuttnig, sportlicher Leiter Wörthersee: „Ein toller Comeback-Sieg von uns gegen eine sehr starke Eisenstädter Mannschaft. In der Overtime hatten wir den etwas längeren Atem.“

Beste Scorer: Najdanovic 21, Mileta 18, Memcic 16 bzw. Gspand 27, Kunovjanek 26, Erculj 23.

BBU Salzburg vs. Raiffeisen Dornbirn Lions99:102 n.V. (26:26, 45:47, 72:67, 91:91) Mittwoch, 19.30 Uhr – Sporthalle Alpenstraße, Salzburg

Nach fünf Punkten der Dornbirner hatte Salzburg in der heimischen Alpenstraße zunächst das Heft in der Hand. Vor allem weil die Distanzwürfe fielen, erarbeitete sich die BBU eine frühe 15:8-Führung, die die Lions zu einem Timeout zwang, das scheinbar zum richtigen Moment kam. Die Vorarlberger arbeiteten sich in die Partie und kamen – vor allem dank der stark agierenden Bankspieler – Punkt für Punkt heran, ehe sie im zweiten Abschnitt endgültig die Führung übernahmen.  

Doch Salzburg bewies an diesem Cup-Abend wieder, warum sie auch in der Basketball Zweite Liga als absolute Heimmacht gelten. Was die Lions auch versuchten, die BBU hatte immer die richtige Antwort parat. Auch in der zweiten Halbzeit führten die Salzburger zwischenzeitlich mit sieben Punkten. Und selbst, als Dornbirn in der Schlussphase zurückkämpfte und bereits wie der sichere Sieger aussah, gab sich das Heimteam nicht geschlagen. Mit einem And-One rettete der wiedergenesene Adrian Mitchell Salzburg in die Verlängerung, in der sich dann aber doch die Routine der Lions, vor allem jene von Ander Arruti durchsetzte.  

Adrian Mitchell, Spieler BBU: „Respekt an Dornbirn, das war ein sehr intensives Spiel von beiden Mannschaften. Ich bin noch ein bisschen außer Form, es war mein zweites Spiel. Aber das war eine Wahnsinns Teamleistung, obwohl wir nicht so groß sind spielen wir sehr brav, spielen gute Defense.“

Dusan Stojakovic, Obmann BBU: „Ich bin sehr zufrieden mit der Leistung der Mannschaft. Auf uns wartet eine wichtige Partie am Samstag.“

Sebastian Gmeiner, Spieler Dornbirn: „Gratulation an Salzburg zu diesem harten Spiel. Wir haben gewusst, dass es hier nicht einfach ist. Sie waren das erste Mal vollständig, haben mit Mitchell und Olic zwei sehr gute Spieler dazubekommen. Wir haben das Ding durchgezogen, hätten es ein bisschen früher gewinnen können – aber ein Sieg ist ein Sieg.“ 

Timur Bas, Spieler Dornbirn: „Wir haben gewusst, dass dieses Spiel sehr hart wird, da Salzburg eine sehr gute Mannschaft ist. Wir wollten hart spielen und sie zu vielen Fehlern zwingen, das haben wir leider nicht geschafft. Im vierten Viertel haben wir unsere Defense verbessert und besser gescort. Wegen einem dummen Fehler mussten wir dann in die Overtime, wo wir das Ding aber ruhig runter gespielt haben.“

Beste Scorer: Mitchell 23, Mouratoglu 22, Sanchez Daza 20 bzw. Arruti 21, Bas 19, Gmeiner 15.

Mistelbach Mustangs vs. Raiffeisen Fürstenfeld Panthers 87:83 (18:38, 46:60, 70:69)Mittwoch, 19.30 Uhr – Sporthalle Mistelbach

Fürstenfeld legte in Mistelbach einen außergewöhnlichen Start hin. Adnan Hajder und Fabian Richter versenkten in den ersten sieben Minuten jeweils drei Dreier, der von der Bank kommende Mario Petric legte zwei weitere Distanztreffer nach – und plötzlich war sie da, die unglaubliche 38:18-Führung nach dem ersten Abschnitt. Doch auch Inside wussten die Panthers zu überzeugen: Zur Pause hielten sie bei einer Feldwurfquote von bärenstarken 69 Prozent und 60 Punkten. Doch die Mustangs hielten (zumindest offensiv) dagegen und den Rückstand zur Pause bei 14 Zählern. 

Ehe sie nach der Pause die Partie binnen fünf Minuten drehten: Mit einem 18:0-Run zogen die Mistelbacher wie aus dem Nichts an den Gästen vorbei. Und plötzlich war der von allen erwartete Cup-Krimi auch Realität. Ab diesem Zeitpunkt ging es hin und her, bis in die absolute Schlussphase konnte sich keines der Teams mehr absetzen. Als Patrick Simon die Panthers 2:30 Minuten vor Schluss mit vier Punkten in Führung brachte, schien das Spiel in Richtung der Gäste zu kippen. Doch das tschechische Trio Michael Semerad, Michal Kremen und Ivo Prachar hatte etwas dagegen, übernahm in den Schlussminuten Verantwortung und führte Mistelbach so zu einem 87:83-Erfolg.

Beste Scorer: Prachar 25, Alper 24, Leydolf, Krakovic je 11 bzw. Richter 21, Hajder 18, Skrobo, Simon je 15

Weitere Spiele der 1. Runde:Basket Flames vs. SWARCO RAIDERS TirolDonnerstag, 20.15 Uhr – Lions Dome, Traiskirchenlive auf www.basketballliga.at/live/b2l/basket-flames

KOS Celovec vs. Union Deutsch Wagram Alligators
Freitag, 19.30 Uhr – Sporthalle St. Peter, Klagenfurtlive auf www.basketballliga.at/live/b2l/kos-celovec

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