Nachberichte zum 4. Spieltag

Quelle: basketballaustria.at:

Die Mustangs aus Mistelbach und die Lions aus Dornbirn behaupten mit Siegen gegen COLDAMARIS BBC Nord bzw. in Mattersburg bei den Rocks ihre weißen Westen in der Basketball Zweite Liga. Salzburg feiert gegen die Union Deutsch Wagram Alligators einen Heimsieg. Die Wörthersee Piraten müssen sich daheim gegen die Jennersdorf/Güssing Blackbirds geschlagen geben. Auch die Panthers aus Fürstenfeld geben in der Heimhalle gegen KOS Celovec Punkte ab.

Runde vier der Basketball Zweite Liga wurde am Samstag mit fünf Spielen eingeläutet. Die Mistelbach Mustangs gewannen ihr erstes Heimspiel der neuen Saison gegen COLDAMARIS BBC Nord 67:57, das Top-Spiel Mattersburg Rocks gegen Raiffeisen Dornbirn Lions endete 69:83, die Wörthersee Piraten verloren ihr Heimspiel gegen die Jennersdorf/Güssing Blackbirds 59:80. Beim Heimspiel der BBU Salzburg gegen die Union Deutsch Wagram Alligators gewannen die Gastgeber  84:68. Die Raiffeisen Fürstenfeld Panthers verloren ihr Heimspiel gegen KOS Celovec 82:87.

Mistelbach Mustangs vs. COLDAMARIS BBC Nord 67:57 (15:19, 33:32, 53:41)

Samstag, 12. Oktober, SPH Mistelbach

Endlich bekam das Publikum in Mistelbach das erste Heimspiel der Saison zu sehen. Die Mustangs empfingen den COLDAMARIS BBC Nord zur Einweihungsfeier des neuen Hallenbodens. Die Erwartungen beider Teams waren groß, der Tabellenführer wollte seine weiße Weste behalten, die Burgenländer endlich den ersten Sieg holen. Im ersten Viertel gelang es keinem Team sich abzusetzen. Mit 15:19 ging es in die erste Pause. Der zweite Abschnitt startete mit einem Run der Gäste und sie konnten sich etwas absetzen. Sie hielten ihren Vorsprung bis etwa vier Minuten vor der Halbzeit. Es war vor allem Jedovnicky, der die Mustangs wieder heranführte. Er hatte bereits zur Halbzeit 16 Punkte auf seinem Konto und zeichnete hauptverantwortlich für die hauchdünne 33:32-Führung seines Teams. Das dritte Viertel lief ganz nach dem Geschmack der Fans der Mustangs. Der Tabellenführer zeigte nun in der Offense groß auf, verwertete seine Chancen und agierte auch gut in der Defense. Dem Gegner gelangen im dritten Abschnitt lediglich neun Punkte. Im Schlussviertel ließ das Heimteam nichts mehr anbrennen. Die Mistelbacher gewannen die Heimspielpremiere gegen den COLDAMARIS BBC Nord mit 67:57

Beste Scorer: M. Jedovnicky 30 (14 Reb.), J. Krakovic 18 (11 Reb.), C. Leydolf 5 bzw. F. Mileta 13 (13 Reb.), D. Najdanovic 12, F. Memcic 10

Ralf Wimmer, Assistent Coach Mistelbach Mustangs: „Es war das erwartet schwere Spiel, mit einem Gegner, der zu Unrecht noch ohne Sieg dasteht. Es war ein sehr intensives Spiel, das wir aufgrund unserer Überlegenheit am Rebound schlussendlich gewonnen haben.“

Julian Alper, Spieler Mistelbach Mustangs: „Wir haben das Spiel über die Defense gewonnen, haben Kampf und Herz gezeigt, haben unseren Heimboden verteidigt. Wir müssen schauen, dass wir offensiv besser arbeiten, aber man kann auch über die Defense das Spiel gewinnen.“

Dusan Kozlica, Headcoach BBC Nord: „Gratulation an Mistelbach zum verdienten Sieg. Wir haben heute erneut alles gegeben, was wir geben konnten, haben besser am Rebound gearbeitet. Letztendlich wurde uns zum ersten Mal die Offense zum Verhängnis.“

Dragisa Najdanovic, Captain BBC Nord: „Es ist schwer, gegen eine routinierte Mannschaft wie die Mistelbach Mustangs zu Hause zu spielen, vor voller Halle. Wir sind leider erst seit kurzem in der neuen Konstellation und arbeiten daran, unsere Form zu finden.“

BK Mattersburg Rocks vs. Raiffeisen Dornbirn Lions 69:83 (18:21, 34:36, 54:58)

Samstag, 12. Oktober, SPH Mattersburg

Die Mattersburg Rocks trafen im Spitzenspiel der Runde auf die noch ungeschlagenen Raiffeisen Dornbirn Lions. Die Gäste starteten gut, setzten sich gleich ein bisschen ab, doch die Rocks holten wieder auf. Das Viertel verlief ausgeglichen, die Lions gingen mit einem kleinen Vorsprung in die erste Pause. Das Spiel blieb weiterhin knapp, obwohl die Gastgeber vergleichsweise viele Ballverluste zu verzeichnen hatten, bis zur Halbzeit bereits zehn. Mit Philipp Germ hatten die Rocks jedoch einen sicheren Schützen von der Dreierlinie mit 4/5 getroffenen Distanzwürfen in Viertel eins und zwei. Beim Stand von 34:36 ging es in die Halbzeitpause. Nach der Pause waren es erneut die Gäste, die offensiv besser starteten und wieder ihre Führung zunächst ausbauten. Die Mattersburger kämpften sich abermals heran und gingen auch wieder knapp in Führung. Das Spiel war nichts für schwache Nerven. Mit einer Schlussoffensive im 3. Viertel übernahmen doch wieder die Lions aus Dornbirn das Ruder und gingen abermals mit einer Mini-Führung in die Pause. 54:58 war der Spielstand vor dem letzten Spielabschnitt. Es entwickelte sich ein hart umkämpftes viertes Viertel, in dem wieder die Gäste davonzogen. Mattersburg schaffte es schließlich nicht mehr, den Rückstand gegen einen starken Gegner aufzuholen und verlor das Heimspiel 69:83.

Beste Scorer: P. Germ 19, G. Ware 17 (13 Reb.), C. Hallett, J. Nicoli je 10 bzw. A. Arruti Portilla 25, J. Medori 16 (10 Reb.), S. Gmeiner 13

Corey Hallett, Spieler und Vorstand Mattersburg Rocks: „Es war schön, mit Sebastian Gmeiner ein bekanntes Gesicht zu sehen, weniger schön war der Ausgang des Spiels. Wir haben es lange offengehalten und am Ende doch verloren.“

James Williams, Headcoach Mattersburg Rocks: „Wir waren nicht 100% auf das Spiel fokussiert. Dornbirn hat sehr intensiv gespielt, das hat uns Probleme bereitet.“

Sebastian Gmeiner, Captain Raiffeisen Dornbirn Lions: „In Mattersburg zu gewinnen ist immer schwierig. Wir haben gut gespielt und es geschafft die Großen gut zu verteidigen. Ich bin überglücklich über den Sieg.“

Borja San Miguel, Headcoach Raiffeisen Dornbirn Lions: „Das war ein sehr hartes Spiel, auf beiden Seiten haben sich drei Spieler ausgefoult. Wir waren einfach fokussierter und haben deswegen gewonnen.“

Wörthersee Piraten vs. Jennersdorf/Güssing Blackbirds 59:80 (16:21, 26:38, 39:59)

Samstag, 12. Oktober, SPH St. Peter, Klagenfurt

In Klagenfurt erwischten die Wörthersee Piraten einen Blitzstart, führten nach kürzester Zeit mit 9:1, nach vier Minuten gar mit 13:4. Ein frühes Timeout von Head Coach Daniel Müllner weckte seine Blackbirds aber auf. Punkt um Punkt arbeitete sich der Meister heran, der mit einem 15:2-Run schon bald wieder in Führung lag. Dieser Trend setzte sich im zweiten Viertel fort: Jennersdorf/Güssing verteidigte intensiv, die Piraten waren fehleranfällig. So erarbeiteten sich die Gäste eine klare 38:26-Pausenführung. In Halbzeit Zwei änderte sich nichts am Spielverlauf. Wörthersee hatte mit der aggressiven Defense des Meisters zu kämpfen, fabrizierte letztlich insgesamt 22 Turnover. Da änderte auch die Rebound-Überlegenheit (39:33) nichts mehr an der 59:80-Niederlage.

Beste Scorer: M. Kunovjanek 15, Z. Erculj 12, L. Simoner, T. Ruzic, C. Gspandl je 7 bzw. M. Moric 19 (10 Reb.), C. Astl, J. Ernst, S. Koch je 11, J. Horvath 8

Andreas Kuttnig, sportlicher Leiter Wörthersee Piraten: „Durch die aggressive Defense der Blackbirds waren nicht in der Lage, in unsere Offensivsets zu kommen. Dadurch haben wir keinen Rhythmus im Angriff gefunden, was auch ausschlaggebend für die deutliche Niederlage war.“

Tevz Ruzic, Spieler Wöthersee Piraten: „Wir hatten heute einen sehr starken Gegner. Sie haben uns aus dem Konzept gebracht, wir konnten unser Spiel nicht aufziehen, vergaben viele Würfe und hatten viele Ballverluste. Ich hoffe das nächste Spiel wird wieder besser.“

Christoph Astl, Spieler Jennersdorf/Güssing Blackbirds: „Das war ein hartes Spiel, der Score ist wahrscheinlich klarer als es die Partie war. Wir haben aber den Kampf angenommen und schließlich verdient gewonnen.“

Sebastian Koch, Spieler Jennersdorf/Güssing Blackbirds: „Wir haben uns heuer schwerere getan ins Spiel zu kommen. Ich glaube wir sind gut ins Laufen gekommen. Unsere Defense ist dann immer stärker geworden, die war dann auch entscheidend für den Sieg.“

BBU Salzburg vs. UDW Alligators 84:68 (26:16, 53:28, 71:47)

Samstag, 12. Oktober, SPH Alpenstraße Salzburg

Die Ziele waren klar, die Salzburger wollten ihr Heimspiel gewinnen, für die UDW Alligators war das eine Leistungssteigerung und damit eventuell eine Überraschung in der Mozartstadt. Bis Mitte des ersten Viertels konnten die Niederösterreicher mithalten, ehe ein 10:0 Run die Salzburger 22:8 in Führung brachte. Die Chancen waren da, die Gäste scheiterten am Abschluss. Mit 26:16 ging es in die erste Pause. Die Salzburger traten auch in Viertel Zwei souverän auf. Zahlreiche Turnover und eine schwache Chancenverwertung der UDW ließen den Vorsprung anwachsen. So lautete der Halbzeitstand 53:28. Nach der Halbzeit zeigten die Alligators ein anderes Gesicht. Der Rückstand war allerdings groß und so gelang es trotz der Leistungssteigerung, sie gewannen das dritte und vierte Viertel, nicht mehr das Spiel knapper zu gestalten. Die BBU gewann am Ende 84:68. 

Beste Scorer: D. Mouratoglou 20, T. Buchegger 16, G. Sanchez Daza 15 bzw. S. Marek 23, L. Hofer 12, M. Pelz 7

Mladen Perak, Spieler BBU Salzburg: „Deutsch Wagram hat heute ein gutes Spiel abgeliefert und sie werden sicherlich besser werden, sie werden sicher heuer noch jemanden überraschen in dieser Liga. Wir müssen unsere Leistung steigern, es gibt viel für uns zu tun. Wir müssen noch hart arbeiten.“

Tomasz Mucha, Spieler BBU Salzburg: „Sieg ist Sieg! Es war Pflicht für uns, dass wir dieses Spiel gewinnen. Ich glaube sie haben noch viel mehr Potential. Am Ende haben die Jungs von Deutsch Wagram viel Einsatz und Intensität auch in der Defense gezeigt, was uns ein bisschen gefehlt hat. Ich denke, daraus müssen wir lernen und arbeiten vor dem schwierigen Spiel in Fürstenfeld. Ich glaube wir haben in der ersten Halbzeit einiges Gutes gezeigt, aber auch noch viele Fehler gemacht.“

Martin Schmid, Spieler UDW Alligators: „Wir haben leider wieder den Start verschlafen, konnten uns aber zur zweiten Halbzeit aufrappeln und eine gute zweite Halbzeit hinlegen. Wir müssen in den nächsten Spielen lernen, von Anfang an unsere Leistung zu bringen und von Beginn weg unser Potential ausschöpfen.“

Jan Kvasnicka, Spieler UDW Alligators: „Ich finde wir haben das Spiel nicht optimal begonnen, waren schnell zehn Punkte hinten. Dann waren wir auch als Team vom Kopf her nicht im Spiel. Nach der Halbzeit, speziell im vierten Viertel, hat es wieder besser ausgeschaut. Im Großen und Ganzen war es nicht unser bestes Spiel, aber auch keine Katastrophe. Im vierten Viertel haben wir einen Schritt nach vorne gemacht. Gratulation an Salzburg!“


Raiffeisen Fürstenfeld Panthers vs. KOS Celovec 82:87 (21:27, 49:43, 65:62)

Samstag, 12. Oktober, Stadthalle Fürstenfeld

Beide Teams waren auf Sieg eingestellt. Die Panthers wollten vor ihren Fans den Heimsieg, KOS Celovec wollte die herbe Niederlage aus der Vorwoche wiedergutmachen. Bei den Kärntnern war Kapitän Andi Smrtnik heuer erstmals dabei nach seiner Verletzung. Im ersten Viertel konnte sich zunächst keines der Teams absetzen, die Führung wechselte oft. Die Panthers lagen zur Viertelpause mit sechs Zählern zurück. Abschnitt zwei gehörte zunächst auch den Gästen, ehe Mitte des Viertels das Heimteam Punkt um Punkt holte und durch einen 12:0-Run die Führung übernahm. Diese konnten sie bis zur Halbzeit behaupten und somit begann das dritte Viertel mit 49:43. Die Fürstenfelder hielten den Vorsprung, beide Teams konnten ihre Chancen nutzen. Mit einem Dreier beim letzten Ballbesitz im Viertel brachte T. Cvetkovic sein Team wieder auf drei Punkte heran. Einem spannenden letzten Viertel stand nichts im Weg. Den Ausgleich machte der Kapitän persönlich mit einem Distanzwurf. Schließlich machten die Fürstenfelder zu diesem Zeitpunkt zu viele Fehler und KOS nutzte seine Chancen. Sie gingen in Führung und gaben diese bis zum Ende des Spiels nicht mehr ab. Eine tolle Teamleistung der Kärntner ließ sie am Ende verdient einen 87:82-Auswärtssieg feiern.

Beste Scorer: M. Kouadio 23, I. Skrobo 14, A. Hajder, P. Simon, M. Petric je 13 bzw. T. Cvetkovic 26, M. Sliskovic 17 (10 Reb.), A. Smrtnik 16

Flavio Priulla, Headcoach Raiffeisen Fürstenfeld Panthers: „Ich muss dem Coach von KOS ein Kompliment machen, denn sie waren taktisch sehr gut auf uns eingestellt. Sie spielten eine 3-2-Zone, mit der sie unseren Rhythmus gestört haben. Sie hatten ihrerseits eine gute Quote vom Dreipunktewurf. Das hat uns wirklich Schwierigkeiten bereitet. Wir sind noch nicht bereit, im richtigen Moment, das Spiel an uns zu reißen und ließen den Gegner heute mit einfachen Würfen wieder drankommen. Wir müssen noch mental arbeiten um in diesen Situationen, dann vor allem in der Defense, bereit zu sein.“

Igor Pucko, Headcoach KOS Celovec: „Ich freue mich sehr über den Sieg. Ich denke, wir haben sehr gut gespielt. Wir haben den Gegner sehr gut analysiert und waren auf ihre beiden Keyplayer #15 und #7 gut vorbereitet. Beide Teams haben gute Chancen auf die Playoffs und ich hoffe beide kommen dahin.“

Foto: Pictorial/Proell

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