Nachberichte zum 3. Spieltag

Quelle: basketballaustria.at

Die dritte Runde der B2L bot ein spannendes Burgenlandderby mit glücklichen Mattersburger Siegern. Der Liganeuling forderte den Meister und musste mit leeren Händen die Heimreise antreten. Die Basket Flames feiern eine gelungene Heimpremiere gegen Salzburg. KOS muss sich daheim den Mustangs aus Mistelbach beugen. Die Lions aus Dornbirn feiern einen beeindruckenden Sieg gegen die Piraten vom Wöthersee.

In der dritten Runde der Basketball Zweite Liga wurden am Samstag gleich fünf Spiele gespielt. Die Basket Flames empfingen im ersten Heimspiel die BBU Salzburg und siegten klar 91:71. Zu Gast beim COLDAMARIS BBC Nord waren die Mattersburg Rocks und feierten einen 94:93 Derbysieg in der Crunchtime. In Klagenfurt traf KOS Celovec auf die Mistelbach Mustangs und verlor sein Heimspiel deutlich 54:99. Meister Jennersdorf/GüssingBlackbirds gewann das Heimspielgegen den Aufsteiger SWARCO Raiders Innsbruck 79:55. Im Ländle feierten die Raiffeisen Dornbirn Lions gegen die Wörthersee Piraten einen fulminanten 103:75Heimsieg.

Basket Flames vs. BBU Salzburg 91:71 (17:17, 36:32, 60:54)
Samstag, 5. Oktober, Lions Dome Traiskirchen

Die Wiener, die ihre Heimspiele im Lions Dome in Traiskirchen austragen müssen, traten mit zwei Neuzugängen an. Zum einen stieß Ferdinand Saukel zum Team, zum anderen holte man den beim Ligarivalen aus Eisenstadt „ausgemusterten“ US-Amerikaner Justin Vallejo.

Die Gäste erwischten den besseren Start und führten 8:0, ehe die Flames langsam auch ins Spiel fanden, Korb um Korb aufholten und bei 13:11 erstmals die Führung übernahmen. Vor allem Neuzugang Vallejo fand gut ins Spiel und fügte sich gut ins Team ein. Mit 17:17 ging es in die erste Pause. Bis zur Halbzeit war das Spiel offen, keines der beiden Teams konnte sich absetzen. 36:32 lautete der Halbzeitstand. Die zweite Halbzeit begannen die Flames besser, sie konnten bis auf zehn Punkte in Führung gehen. Mitte des dritten Viertels war für Salzburgs Mouratoglou nach seinem zweiten Technischen Foul das Spiel vorzeitig zu Ende. Das war zunächst für das Team schwer zu verdauen und die Wiener zogen davon. Bei -12 aus Sicht des BBC waren es vor allem die jungen Österreicher, die ihr Team wieder auf -6 zur Viertelpause heranbrachten. Wieder gehörte der Start ins Schlussviertel dem Heimteam, der Vorsprung war rasch wieder zweistellig. Schließlich musste auch Sanchez Daza der Salzburger mit zwei Technischen Fouls vom Feld und von da weg zogen die Flames davon. Sie gewannen ihre Heimpremiere in Traiskirchen am Ende klar 91:71

Beste Scorer: F. Vay 26, J. Vallejo 25 (16 Reb.), B. Seipt 11 bzw. L. Milovac 21 (11 Reb.), G. Sanchez Daza 11 (10 Reb.), C. Joch, D. Mouratoglou je 10

Franz Zderadicka, Head Coach Basket Flames: „Das war ein wichtiger Sieg gegen Salzburg. Guter Einstand von unserem neuen Spieler Justin Vallejo und es gibt viele Dinge, an denen wir nächste Woche arbeiten werden.

Justin Vallejo, Spieler Basket Flames: „Es war ein gutes erstes Spiel mit meinem neuen Team. Wir starteten sehr verhalten, machten dann gegen Ende des ersten Viertels unsere Punkte. Ich glaube wir arbeiteten gut am Rebound, so konnten wir das Spiel gewinnen.“

Dejan Ljubinkovic, Head Coach BBU Salzburg: „Gratulation an die Flames. Sie haben gut gespielt und verdient gewonnen.“

Chris Joch, Spieler BBU Salzburg: „Bittere Niederlage! Wir haben nichts von den vorbereiteten Dingen umgesetzt, jetzt müssen wir uns besser für das Spiel nächste Woche vorbereiten und dort alles besser machen, was wir heute falsch gemacht haben.“

COLDAMARIS BBC Nord vs. BK Mattersburg Rocks 93:94 (27:21, 56:47, 74:66)
Samstag, 5. Oktober, Allsportzentrum Eisenstadt

Alles war angerichtet zum ersten Burgenlandderby der B2L. Coldamaris BBC Nord tauschte seine Legionäre, holte Filip Mileta, vormals Fürstenfeld Panthers, als Verstärkung. Die Eisenstädter erwischten den besseren Start, konnten sich in den Anfangsminuten gleich etwas absetzen. Bis zur Mitte des ersten Viertels kämpften sich die Mattersburger wieder heran und die Führung wechselte hin und her. Immer wieder konnte sich Neuzugang Mileta in Position bringen und brachte sein Team zur Pausenführung. Mit 27:21 startete das zweite Viertel, in dem der BBC Nord seine Führung behauptete und bis zur Halbzeit auf neun Zähler ausbaute. Auch der Start in den dritten Abschnitt erwischte der Gastgeber eindrucksvoll und zog mit einem 8:0- Run davon. Alles deutete auf einen Heimsieg hin. Doch die Mattersburger ließen sich nicht beirren und kämpften sich wieder heran, sodass der Rückstand vor dem letzten Viertel doch wieder nur einstellig war. Und sie holten weiter auf, nach zwei Minuten im Schlussabschnitt stand es 74:73. Das Spiel war plötzlich wieder offen und nun an Spannung nicht mehr zu überbieten. Mini-Runs beider Teams bestimmten nun den Spielverlauf, keines der Teams konnte sich absetzen. Schließlich feierten die Mattersburg Rocks auswärts einen knappen 94:93 Sieg im Derby.

Beste Scorer: F. Mileta 23, D. Najdanovic 18, L. Gvozden 15 bzw. G. Ware 23, M. Soldo 20, C. Hallett 18 (13 Reb.)

Fuad Memcic, Spieler BBC Nord: „Wir hatten das Spiel unter Kontrolle, bis unsere Big Guys nicht mehr am Feld waren. Ich war mit fünf Fouls draußen, die anderen haben ebenfalls ausgefoult. Die letzten Spielminuten haben die Mattersburger unter dem Korb alles getroffen, weil uns die Größe dann einfach gefehlt hat. Aber trotzdem, auch in den letzten Minuten hatten wir noch einige gute Distanzwürfe getroffen, leider haben wir unglücklich verloren. Es hätten genauso wir als Sieger vom Platz gehen können. Ich denke es war ein gutes Spiel.“

Dragisa Najdanovic, Spieler BBC Nord: „Ein Derby ist immer eine schwierige Aufgabe. Mattersburg ist in der Konstellation schon seit Jahren eine super Mannschaft, wir erst seit einer Woche in der neuen Konstellation haben uns gut halten können, am Ende hat es leider nicht gereicht.“

Corey Hallett, Spieler und Vorstand Mattersburg Rocks: „Eisenstadt hat eines seiner besten Spiele geliefert. Wir haben trotzdem gewonnen und sind verdient Derbysieger!“

Marko Soldo, Spieler Mattersburg Rocks: „Es war ein sehr spannendes Spiel mit einem glücklichen Ende für uns. Gratulation an das Team aus Eisenstadt! Mit ihnen wird heuer sicher noch zu rechnen sein.“

KOS Celovec vs. Mistelbach Mustangs 54:99 (13:25, 26:52, 44:78)
Samstag, 5. Oktober, SPH St. Peter, Klagenfurt

Die Kärntner hatten sich viel vorgenommen, wollten ihren ersten Heimsieg in diesem Jahr feiern. Doch der Gegner war niemand geringerer als die Mistelbach Mustangs, einer der Titelfavoriten der B2L. Und das bekam das Heimteam auch gleich zu spüren. Rasch setzten sich die Mistelbacher ab und spielten bis zur Pause einen zwölf-Punkte Vorsprung heraus. Mit konsequenter Defense zwang man den Gegner immer wieder zu Ballverlusten. Viele vergebene Chancen der Gastgeber führten schließlich zum 26:52-Pausenstand nach 20 Minuten. In ähnlicher Gangart verlief die zweite Halbzeit. Das Team von Coach Weissenböck blieb fokussiert, nutzte seine Chancen in der Offense und blieb in der Defense souverän. Der Vorsprung wuchs kontinuierlich an und das Team von KOS wusste wenig dagegen zu setzen. Somit ging das Spiel 54:99 verloren, die Mustangs bestätigten ihre Favoritenrolle eindrucksvoll.

Beste Scorer: M. Sliskovic 13, V. Dena 10, T. Huber 9 bzw. M. Jedovnicky 24, J. Krakovic 20 (10 Reb.), M. Kremen 13

Stefan Hribar, Sportlicher Leiter KOS Celovec: „Zum Spiel kann man nicht viel sagen, weil das war eine einzige Katastrophe vom taktischen, technischen Verhalten her, auch vom konditionellen her. Das müssen wir auf jeden Fall verbessern und die Fehler ablegen. Gegen so einen Gegner können wir nie bestehen, wenn wir so auftreten.“

Samuel Seher, Spieler Kos Celovec: „Wir haben in der Defense sehr versagt heute und leider haben wir viel zu viele Pässe vergeigt. Wir hoffen, dass wir das in Zukunft abstellen und auch mehr treffen, denn wir hätten viele Offense-rebound gehabt, doch die haben wir auch vergeben.“

Ralf Wimmer, Assistant Coach Mistelbach Mustangs: „Wir haben heute in der Defense und in der Offense sehr fokussiert gespielt, so wie wir uns das vorstellen. Wenn wir so weiterspielen, sind wir auf einem sehr guten Weg.“

Julian Alper, Spieler Mistelbach Mustangs: „Es war von Anfang bis zum Schluss ein gutes Spiel. Wir haben nicht nachgelassen, obwohl wir bereits zur Pause einen komfortablen Vorsprung hatten. Das war gut, denn ein Spiel kann sich schnell ändern und es war wichtig, dass wir auch die zweite Halbzeit konzentriert geblieben sind. Dann kommt eben so ein Ergebnis heraus.“

Güssing/Jennersdorf Blackbirds vs. Swarco Raiders Innsbruck 79:55 (20:13, 45:28, 66:38)
Samstag, 5. Oktober, Aktivpark Güssing

Der Liganeuling aus Innsbruck forderte den Meister. Doch der wiederum wollte die Niederlage aus der Vorrunde vergessen machen und bewies das auch zu Beginn ersten Viertel. Die Innsbrucker holten wieder Punkt um Punkt auf und ließen sich nicht einschüchtern. Auf drei Zähler kam man wieder heran, ehe die Blackbirds zur Viertelpause hin wieder auf 20:13 davon zogen. Im zweiten Viertel legten die Gastgeber dann noch ein Schäuferl nach, forcierten die Defense und bauten ihren Vorsprung aus. Die zweite Halbzeit startete bei 45:28. Jennersdorf steckte nicht auf, scorten weiter beständig und zwang den Gegner zu vielen Ballverlusten. Die starke Defense des routinierten Meisterteams ließ lediglich zehn Zähler zu. Das Spiel war da wohl bereits entschieden. Zugutehalten muss man den Swarco Raiders aus Innsbruck, dass das Team bis zum Schluss kämpfte. So ging der letzte Abschnitt mit 13:17 sogar an die Gäste, das Spiel aber alles in allem verdient 79:55 an die Jennersdorf/Güssing Blackbirds.

Beste Scorer: M. Moric 21, S. Koch 13, C. Astl 12 bzw. O. Vujakovic 15, J. Gardiner 11 (10 Reb.), S. Oberhauser 11

Daniel Müllner, Head Coach Jennersdorf Blackbirds: „Für uns ein sehr wichtiger Sieg vor toller Kulisse. Unsere gute Defense war heute ausschlaggebend für den Sieg.“

Manuel Jandrasits, Spieler Jennersdorf Blackbirds: „Aufgrund der guten Defenseleistung ein verdienter Sieg. Wir haben dennoch genügend Platz für Verbesserungen vor allem betreffend Turnover und am Rebound.“

Felix Jambor, Head Coach Swarco Raiders Innsbruck: „Güssing war der erwartet schwere Gegner. Wir wussten sie spielen sehr diszipliniert und druckvoll in ihren Offensiv- und Defensivrotationen. Sie haben es geschafft uns komplett aus dem Konzept zu bringen. Gratulation an die Blackbirds, sie haben verdient gewonnen. In der zweiten Halbzeit haben wir einen guten Job gemacht, nicht aufgegeben, auf dem müssen wir aufbauen.“

Stefan Oberhauser, Spieler Swarco Raiders Innsbruck: „Mega-coole Kulisse, es macht Spaß hier zu spielen. Die Blackbirds sind ein starkes Team, leider haben wir zu viele Eigenfehler gemacht, zu viele Turnover. Gegen so ein starkes Team darf man sich das nicht erlauben. Gratulation an die Mannschaft, die haben echt eine starke Truppe beinander.“


Raiffeisen Dornbirn Lion vs. Wörthersee Piraten 103:75 (31:18, 51:35, 82:56)
Sonntag, 5. Oktober, Messesporthalle Dornbirn

Die Wörthersee Piraten begannen stark, gingen 11:4 in Führung, ehe die Lions ihrerseits das Visier einstellten und das Ruder im Spiel übernahmen. Das Heimteam präsentierte sich treffsicher und erspielte sich bereits in Viertel eins einen komfortablen Vorsprung. Der zweite Abschnitt war ausgeglichen, die Gäste konnten jedoch nichts vom Rückstand aufholen und so lautete der Pausenstand 51:35. Nach der Pause vergaben die Gäste einige Chancen, Dornbirn wusste offensiv zu überzeugen. Vor allem S. Gmeiner scorte im dritten Viertel nach Belieben. Die Defense der Piraten war schwach und so betrug der Rückstand vor dem Schlussviertel bereits -26. Das Spiel war vorentschieden und die Gastgeber, die an diesem Abend so richtig in Trefferlaune waren, schafften ihren ersten „Hunderter“ in der noch jungen Saison. Das Spiel endete 103:75.

Beste Scorer: T. Bas 23, S. Gmeiner 22, J. Medori 16 (15 Reb.) bzw. Z. Erculj 21, T. Ruzic 20, R. Rodic 9

Sebastian Gmeiner, Spieler Dornbirn Lions: „Schwieriges Spiel! Wir wussten, dass die Kärntner gut sind, darum haben wir von Anfang an konzentriert gespielt und das Spiel nie aus der Hand gegeben. Wir haben gut getroffen und dann schaut ein Sieg in dieser Höhe heraus, gegen eine sehr gute Mannschaft.“

Timur Bas, Spieler Dornbirn Lions: „Wir haben als Team von Anfang an stark gespielt. Wir haben die Bälle gut verteilt, haben guten Teambasketball gespielt und haben die Führung und auch das Spiel 40 Minuten in der Hand gehabt.

Jan Michel, Spieler Wörthersee Piraten: „Am Anfang war die defensive Leistung den Verhältnissen entsprechend relativ schwach. Die Gegner haben sehr viele, auch schwierige Würfe getroffen und wir müssen uns defensiv auf jeden Fall steigern. Die nächsten Spiele werden zeigen, ob wir das auch umsetzen können. Offensiv unsere Systeme haben gut funktioniert, aber wir dürfen nicht so viele Körbe kassieren.“

Lukas Simoner, Spieler Wörthersee Piraten: „Defensiv war das eine sehr enttäuschende Performance unserer Mannschaft. Da müssen wir uns eindeutig noch steigern, ich glaub auch, dass wir das Potential dazu haben. Offensiv fallen halt manchmal die Würfe nicht. Die Auswärtsfahrt war sicher auch anstrengend.“

 Foto: Pictorial/ S. Proell

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