Nachberichte zum 15. Spieltag: Rocks mit 10. Sieg in Folge der große Sieger

Die Wörthersee Piraten sorgten zum Jahresausklang der Basketball Zweite Liga für eine faustdicke Überraschung: Bei den Güssing/Jennersdorf Blackbirds drehten die Kärntner nach Rückstand auf und siegten schlussendlich nach Overtime, in die sich der Tabellenführer zuvor noch gerettet hatte. Für die anderen Teams aus dem Burgenland lief es viel besser: BBC Nord feierte einen Heimsieg gegen Mistelbach, während Mattersburg das Spitzenspiel in Dornbirn dominierte – und so zu den Blackbirds aufschließen konnte.

Güssing/Jennersdorf Blackbirds vs. Wörthersee Piraten78:80 n.V. (16:14, 35:30, 54:45; 66:66)Samstag, 18 Uhr – Aktivpark, Güssing

Gewohnt fokussiert startete der Tabellenführer aus dem Burgenland ins Spiel. Die Defense stand bombenfest, in der Offense agierten die Blackbirds geduldig und erspielten sich gute Chancen. So führten sie schon nach sechs Minuten 14:5, ehe sich auch Wörthersee ins Spielgeschehen einmischte und sich Punkt für Punkt herankämpfte, zu Beginn des zweiten Abschnitts sogar die Führung übernahm. Nach dieser Schaffenspause schraubte der Meister die Intensität aber wieder nach oben – und erspielte sich so bis zur Pause eine 35:30-Führung.

Und diese bauten sie auch in Halbzeit zwei kontinuierlich aus. Nach starken Minuten von Philipp Horvath betrug sie bereits 14 Punkte. Weil Piraten-Neuzugang Simon Finzgar seine Offensivqualitäten unter Beweis stellte, konnten sich die Blackbirds aber nicht vorentscheidend absetzen. So ging es mit 54:45 ins Schlussviertel, das die Piraten mit acht weiteren unbeantworteten Zählern begannen. Plötzlich wackelte der Tabellenführer gehörig. Als Piraten-Topscorer Ziga Erculj per Dreier auf 66:63 stellte, sah Wörthersee wie der sichere Sieger aus. Ein unglaublicher Not-Wurf von Bernhard Koch rettete Güssing/Jennersdorf aber in die Overtime, wo Wörthersee aber doch noch den längeren Atem hatte – und mit 78:80 für die Überraschung sorgte.  

Manuel Jandrasits, Kapitän Güssing/Jennersdorf: „Leider im letzten Spiel des Jahres eine katastrophale Leistung. So viele leichte Lay-ups verlegt, von der Freiwurflinie auch eine sehr schwache Leistung. Wörthersee hat verdient gewonnen.“

Bernhard Koch, Spieler Güssing/Jennersdorf: „Wörthersee hat uns heute überrascht und verdient gewonnen. Gratulation!“ 

Goran Jovanovic, Head Coach Wörthersee: „Wir wissen, wer die Blackbirds sind. Wir wissen, dass sie das beste Team der Liga sind. Deswegen ist das für uns heute auch ein wirklich großer Sieg. Gratulation an meine Jungs, sie haben ihr Herz am Court gelassen. Frohe Weihnachten und ein schönes neues Jahr an beide Teams.“ 

Lukas Simoner, Spieler Wörthersee: „Wir sind super zufrieden mit der Partie. Ich glaube wir haben unseren Aufwärtstrend bestätigt, nach dem Tabellenzweiten auch den Ersten geschlagen. Das ist ein super Weg so das Jahr 2019 zu beenden.“ 

Beste Scorer: Astl 27, S. Koch 12, Jandrasits, Horvath, Ujvary 8 bzw. Erculj 26, Finzgar 22, Kunovjanek 17.  

COLDAMARIS BBC Nord Dragonz vs. Mistelbach Mustangs
74:67 (23:13, 34:38, 57:49)
Samstag, 18 Uhr – Allsportzentrum Eisenstadt

Beide Mannschaften starteten mit hohem Tempo, wobei die Dragonz besser in die Partie kamen und sofort in Führung gingen. Auch ein Timeout der Mistelbacher half wenig und die Eisenstädter zogen weiter davon. Nach dem ersten Viertel führten die Burgenländer bereits zweistellig. Bis zur Mitte des zweiten Viertels holten die Mustangs den gesamten Rückstand auf. Vor allem Kremen und Leydolf spielen in dieser Phase sehr stark und trafen sicher. Zur Pause führten die Mistelbacher mit vier Punkten.

Nach der Pause war es das erwartet spannende Match. Knapp vier Minuten vor Viertelende übernahmen die Dragonz wieder das Kommando und führten vor den letzten zehn Minuten um acht Punkte. Die Mustangs versuchten durch druckvolles Spiel und schnellen Abschluss die Wende herbeizuführen, doch die Burgenländer antworteten gut. Die Niederösterreicher kamen zwar noch bis auf vier Punkte heran, die BBC Nord Dragonz gewannen aber verdient mit sieben Punkten.

Dusan Kozlica, Head Coach BBC Nord: „Ein verdienter Sieg meiner Mannschaft. Wir haben es nach langer Zeit wieder einmal geschafft den Rebound zu dominieren und haben ein sehr starkes drittes Viertel abgeliefert und somit verdient gewonnen.“ 

Lukas Knor, Spieler BBC Nord: „Wir sind gleich am Anfang weggezogen, haben Mistelbach aber wieder rankommen lassen. Im dritten Viertel haben wir uns entscheidend absetzen können, den Vorsrpung haben wir daann gehalten.“ 

Michal Kremen, Spieler Mistelbach Mustangs: „Wir haben in unserer Offensive nicht clever genug gespielt, haben schlechte Entscheidungen getroffen und zu viele Dreier geworfen. Gratulation den Dragonz zum verdienten Sieg.“ 

Ralph Wimmerr, Ass. Coach Mistelbach: „Eisenstadt hat heute mit der erwarteten Aggressivität gespielt, haben ihre offenen Würfe sehr gut getroffen und verdient gewonnen.“ 

Beste Scorer: Memcic 20, Najdanovic 17, Cosic, Knor und Nemcec je 7 bzw. Kremen 15, Prachar 13, Leydolf und Semerad je 12.

Raiffeisen Dornbirn Lions vs. BK Mattersburg Rocks
64:91 (18:22, 30:43, 48:71)
Samstag, 18.30 Uhr – Messeballsporthalle, Dornbirn

Die Rocks erwischten einen Traumstart und gingen bereits nach wenigen Minuten um zehn Punkten in Führung. Die Lions, die auf Topscorer Arruti verzichten mussten, erwachten erst spät. Durch einen Dreier von Bas kurz vor dem Viertelende, schmolz die Führung der Mattersburger aber auf vier Punkte. Gleich zu Beginn des zweiten Viertels sorgte Nicoli mit zwei verwerteten Dreiern wieder für eine zweistellige Führung der Gäste. Vor allem die Reboundüberlegenheit der Gäste verhalf ihnen immer wieder zu zweiten Chancen, die diese auch nutzten.

Nach der Pause gestaltete sich das Spiel bis zur Mitte des Viertels offener. Danach sah man die Klasse der Burgenländer, die mit einem 16:6-Run das Spiel entschieden und vor den letzten zehn Spielminuten um 23 Punkte führten. Die Rocks verwalteten den Vorsprung im Schlussviertel solide und gewannen verdient mit 91:64.

Sebastian Gmeiner, Spieler Dornbirn Lions: „Gratulation an Mattersburg, sie haben die Stärken Inside sehr gut genützt. Bei uns war der Tank leer und wir haben die Intensität nicht mehr aufs Feld gebracht. Wir brauchen jetzt die Weihnachtspause zur Regeneration und greifen dann im neuen Jahr wieder voll an.“ 

Timur Bas, Spieler Dornbirn Lions: „Wir haben gemerkt, dass unsere Rotation ohne Arruti kleiner ist und er auf der Guard-Position nicht zu ersetzen ist. In der zweiten Halbzeit haben wir mit wenig Intensität gespielt, das hat uns weh getan.“ 

Tobias Winkler, Spieler Mattersburg: „Wir freuen uns, dass wir zehn Spiele in Folge gewonnen haben und jetzt fix am zweiten Platz über Weihnachten sind.“ 

Sebastian Khünl-Brady, Spieler Mattersburg: „Die Lions waren ersatzgeschwächt, trotzdem muss man erst gegen so ein Klasseteam die Leistung bringen, die wir heute gezeigt haben. Jetzt gehen wir in die verdiente Weihnachtspause.“ 

Beste Scorer: Medori 15, Gmeiner 14, Bas 13 bzw. Nicoli 30, Ware 25, Hallett 17.KOS Celovec vs. Rariffeisen Fürstenfeld Panthes 68:90 (14:24, 35:48, 56:73)Samstag, 18 Uhr – Sporthalle St. Peter, Klagenfurt

Mit 122 Punkten überzeugte Fürstenfeld in der Vorwoche vor allem offensiv. Den Rhythmus des Kantersiegs nahmen die Panthers auch nach Klagenfurt mit, wo sie gegen KOS Celovec schon im ersten Viertel einen zweistelligen Vorsprung erarbeiteten. Vor allem Neuzugang Axel Laurent zeigte erneut, dass er aus allen Lagen gefährlich sein kann. Zwar hatten die Kärntner in der zweiten Halbzeit eine gute Phase, in der sie den Rückstand verkürzen konnten, die Panthers fingen sich aber sofort wieder und erspielten sich ein beruhigendes Polster, mit dem es in die Pause ging. 

Mit drei erfolgreichen Dreiern startete KOS in die zweite Halbzeit, Marin Sliskovic verkürzrte per Lay-up sogar auf 46:51. Dann fand aber auch Fürstenfeld aus der Pause und bekam das Spiel sofort wieder in den Griff. Schon vor dem letzten Viertel bauten die Steirer ihren Vorsprung auf bis zu 17 Punkte aus. KOS konnte nichts mehr entgegensetzten, verlor klar mit 68:90 und unterstrich einmal die eklatante Heimschwäche. Es war die sechste Pleite im siebenten Spiel in der heimischen Sporthalle St. Peter.  

Stefan Hriba, sportlicher Leiter KOS: „Fürstenfeld hat ein starkes Team und hat zum Schluss auch in dieser Höhe verdient gewonnen.“ 

Toman Feinig, Spieler KOS: „Wir wollten das Jahr mit einem positiven Resultat beenden. Fürstenfeld hat aber stärker und physischer gespielt. Es wäre sicher mehr drinnen gewesen, aber es ist uns leider nicht gelungen.“ 

Axel Laurent, Spieler Fürstenfeld: „Ich bin neu hier, habe gehört, dass wir heuer schon gegen KOS verloren haben. Wir haben die Partie von Beginn an ernst genommen und es auch so beendet. Sie sind eine gute Mannschaft und bekannt dafür, sich zurück zu kämpfen. Das haben wir verhindert, indem wir als Team gespielt haben.“ 

Beste Scorer: Smrtnik 17, Sliskovic 14, Huber 12 bzw. Skrobo 22, Laurent 19, Petric 15.

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