Der zehnte Sieg in Serie bringt eine schöne Bescherung

Nichts für schwache Nerven war das Energie Burgenland Derby am Freitagabend in der Mattersburger Sporthalle, denn die Rocks entkamen gegen Hornstein wieder mit einem etwas knappen Sieg (76:75).

Wir haben dumme Entscheidungen getroffen, und diese Partie trotzdem noch gewonnen,

ärgerte sich Coach James Williams nach Schlusspfiff immer noch. Die Hausherren waren komplett angetreten, aber es zeigte sich leider wie zuletzt auch, dass es momentan nicht gelingt, zwei gute Spielhälften zu Wege zu bringen. Zwar stellte Marko Soldo noch auf 8:4 für seine Mannschaft, wenig später hatten Filip Mileta und Petar Cosic die Drachen in Führung gebracht – 22:15 für den BBC hieß es nach zehn Minuten. Es wurde dann zum Ärger der 350 Fans in der Sporthalle auch nicht besser, Mattersburg fand offensiv kaum statt – der sonst üblich treffsichere Gary Ware verbuchte in der ersten Halbzeit keinen einzigen Punkt und auch Jan Nicoli sollte über die gesamte Spielzeit nur 4 seiner 18 Würfe aus dem Feld im Korb unterbringen. So musste James Williams mitansehen, wie seine Mannschaft ins Hintertreffen geriet (23:36). Bis zur Hälfte der Spielzeit blieb der Rückstand zweistellig.

Nach Wiederbeginn zeigte Mattersburg sein wahres Gesicht, zu einer gewohnt aggressiven Defense gesellte sich nun auch wieder smarteres Spiel im Angriff, Gary Ware und Corey Hallett brachten den BKM heran (mit einem 8:0-Run startete diese Hälfte und Claudio Vancura brachte den Favoriten per Dreier erstmals seit den Anfangsminuten wieder in Front (53:52). Weiterhin agierten die Hausherren gefällig und Hornstein wusste nun nicht mehr, was in der Offense gespielt werden sollte. Bis ins letzte Viertel hinein war der Vorsprung zumeist komfortabel bei zehn Zählern. Auch Youngster Sebastian Khünl-Brady hatte mit zwei Dreiern ein Wort mitzureden. Zu diesem Zeitpunkt hieß es 72:61, es ging noch fünf Minuten und der eine oder andere Rocks-Fan wähnte sich schon bei einer entspannten Weihnachtsfeier. Nun drehte einerseits Fuad Memcic auf (wobei er auch zum Dauerparker in der Rocks-Zone avancierte, dies wurde leider übersehen) und in der letzten Spielminute verhalfen die Refs mit einem unsportlichen und technischen Foul der Gegenseite noch zu wichtigen Punkten. Memcic avancierte dabei zur tragischen Hauptfigur, zunächst verwandelte er seine Freiwürfe sicher – aber in den letzten zehn Sekunden setzte er gleich zwei Tip-ins unter dem Korb daneben. Schlusspfiff, aus und vorbei – und die Rocks haben schon wieder gewonnen!

Dabei hatte es ein super Rahmenprogramm gegeben und alleine schon deswegen war der BKM ein verdienter Sieger…

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